Tag: steuern

Grunderwerbssteuer verfassungswidrig

29. Januar 2010

Datenschutz, Haus im internet

Ein Ehepaar hatte im Herbst vergangenen Jahres ein Haus gekauft und vom Finanzamt einen Grunderwerbssteuerbescheid in Höhe von 3,5% des Hauskaufpreises bekommen. Sie hatten aufgrund der seit 2006 weggefallenen Eigenheimzulagenregelung keinen Anspruch mehr auf eine Eigenheimzulage und empfinden die Abgabe als zu hoch. Es lohnt auf jeden Fall ein Einspruch gegen den Bescheid mit Hinweis auf das beim BFH anhängige Verfahren. In diesem Verfahren wollen die Kläger durchsetzen, dass maximal 2% Grunderwerbssteuer angemessen sind. Der im Moment erhobene 3%-ige Steuersatz sei bei selbstgenutzten Immobilien unverhältnismäßig. Sollte die Richter am Bundesfinanzhof das genauso sehen, bestehen gute Aussichten, die zuviel gezahlte Steuer zurück zu erhalten. Bezahlen müssen Hauskäufer jedoch erst einmal.

BFH Az. II R 4/09

Höhere Steuerpauschalen für den Umzug geltend machen.

3. Dezember 2009

Wenn Sie in den letzten Jahren aus beruflichen Gründen umziehen mussten, oder vor haben, demnächst umzuziehen, dann können Sie ab dem Jahr 2008 folgende jetzt höhere Umzugspauschalen steuerlich geltend machen. Sie haben auch dann Anspruch auf die Umzugspauschale, wenn sich der Arbeitsweg durch den Umzug um mindestens eine Stunde Fahrzeit verringert. Früher musste es ein Umzug in den Arbeitsort sein, um steuerliche Anerkennung zu finden. Bei Ehepaaren genügt es, wenn ein Ehepartner so viel Zeit spart. Zusätzlich zu den Pauschalen dürfen Sie Speditionskosten und die Fahrtkosten am Umzugstag steuerlich ansetzen. Auch die auslaufende Miete der alten Wohnung, aus der Sie ausziehen, gehört dazu. Können Sie in die neue Wohnung noch nicht gleich einziehen, dann dürfen Sie die Miete der neuen Wohnung längstens sechs Monate ansetzen, wenn Sie noch gleichzeitig Miete für die alte Wohnung bezahlen.

BMF Schreiben IV C5 -S 2353/08/10007

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