Tag: hund

Jogger trägt Mitschuld...!

22. April 2010

Arzt, Krankenversicherung, Arm gebrochen

Ein Jogger forderte Schadensersatz von der Tierhalterhaftpflichtversicherung eines Hundebesitzers, da er über den unangeleinten herumlaufenden Hund gestürzt ist und sich dabei Knochenbrüche zuzog.

Das OLG Koblenz verkündete: Der Jogger hätte sich auf die Situation (das unberechenbare Verhalten des Hundes) vorbereiten müssen, da er Ihn schon von weitem gesehen habe. Der Jogger sei aber mit unverminderter Geschwindigkeit weitergelaufen. Aufgrund dieser Situation, trifft ihn eine 30 Prozentige Mitschuld. Die Tierhalterhaftpflichtversicherung muss daher nur 70 Prozent des verlangten Schmerzengeldes und des Verdienstausfalles zahlen.

OLG Koblenz (Az.: 5 U 27/03)

Tierhalter haften nicht, wenn der Hund angeleint ist!

30. März 2010

Vater Kind, Familienrecht, Unterhalt

Eltern aufgepasst, denn wenn Ihr Kind einen fremden angeleinten Hund streichelt müssen Sie damit rechnen, dass Ihr Kind gebissen wird. Der Hundehalter kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden. Im Vorliegenden Fall, hatte ein 10 jähriges Kind einen Hund streicheln wollen der angeleint war. Das Tier hatte das Kind daraufhin in die Hand gebissen.

Das Amtsgericht und auch das Landgericht Verden hatten den Tierhalter vom Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung freigesprochen. Die Revision der Generalstaatsanwaltschaft wurde jetzt als unbegründet verworfen. Das OLG Celle verkündete, der Tierhalter habe, in dem er den Hund anleinte, der Sorgfaltspflicht genüge getan. Der Hund habe sich offenbar angegriffen gefühlt, als das Kind Ihn streicheln wollte.

Oberlandesgericht Celle, (Az: 22 Ss 9/02)

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