8. Juni 2011
Die neuen Regeln für Steuerhinterzieher sind jetzt in Kraft. Wenn Sie mehr als 50.000 Euro Steuern durch falsche Angaben hinterzogen haben, ist sogar bei Selbstanzeige eine Straffreiheit nicht mehr möglich. Unter 50.000 Euro Hinterziehungsbetrag können Sie mit einem blauen Auge davon kommen, mehr
7. Juni 2011
Wenn Pendler am entfernt liegenden Arbeitsort einen zweiten Haushalt führen, können die Kosten dafür von der Steuer abgesetzt werden. Dies gilt auch für Heimfahrten. Ein Pendler, der beruflich bedingt keine Zeit für Heimfahrten hatte und statt dessen seine Frau bat, ihn besuchen zu kommen, versuchte die Fahrtkosten der Frau anstatt seiner Fahrtkosten nun auch steuerlich geltend zu machen. Das zuständige Finanzamt wollte diesen Schritt nicht mitgehen. Der Steuerzahler klagte bis vor den Bundesfinanzhof und obsiegte. Maßgeblich für die steuerliche Anerkennung sei aber, dass der Mann aus beruflichen Gründen nicht heimfahren kann. Private Gründe zählten hier nicht. mehr
20. Mai 2011
Seit einiger Zeit können Hauseigentümer Kosten für Arbeiten von Handwerkern im eigenen Haus als sogenannte „häusliche Dienstleistungen“ von der Steuer absetzen. Nun kam ein Hauseigentümer auf die Idee und setzte auch die Kosten für die obligatorische kommunale Müllabfuhr an. Das Finanzamt verwehrte jedoch die Anerkennung. Der Hauseigentümer klagte vor dem Finanzgericht Köln und unterlag. Es bleibt abzuwarten, ob dieses Urteil vor der nächsten Instanz Bestand haben wird. Um eine haushaltsnahe Dienstleistung handelt es sich ja in jedem Falle. mehr
11. Mai 2011
Der Bundesfinanzhof hatte eine Entscheidung über die Frage zu treffen, ob eine Oldtimersammlung eine unternehmerische Tätigkeit darstellt oder aber eher eine private Sammlerleidenschaft ist. Nach dem entscheidenen Fall wurde im Jahre 1986 ein GmbH gegründet, die einige Oldtimer aber überwiegend auch hochwertige Neufahrzeuge in einer eigens angemieteten Tiefgarage museumsartig einlagerte. Ziel war, diese eingelagerten Fahrzeuge nach einer Einlagerungszeit von 20 bis 30 Jahren mit erhofften satten Gewinnen zu verkaufen. Die Rechnung ging nicht auf. Im Jahre 1992 wurden die Fahrzeuge mit einem Buchwert von ca. 7,4 Millionen DM mit Verlusten in Höhe von 3,2 Millionen DM verkauft. Das zuständige Finanzamt war der Ansicht es handele sich um Liebhaberei und hatte den Abzug der Vorsteuer nicht zugelassen. Das Finanzgericht, dass sich im Anschluss mit der Klage zu befassen hatte, sah das anders und bescheinigte der GmbH eine wirtschaftliche Tätigkeit. mehr
10. März 2011
Wenn ein Fahrtenbuch steuerlich anerkannt werden soll, müssen alle Eintragungen ausführlich und zeitnah im Fahrtenbuch vorgenommen werden. Dagegen wehrt sich nun ein Kläger, der zwar ein Fahrtenbuch führte und sich Stichpunkte im Fahrtenbuch eintrug, aber erst später am Rechner eine ausführliche Liste erstellte. Das wollte das zuständige Finanzamt nicht anerkennen und lehnte die geltend gemachten Werbungskosten ab. Der Kläger zieht nun bis vor den Bundesfinanzhof, um hier ein eindeutige Klärung zu erlangen. Wenn Sie eine ähnliche Problematik haben, sollten Sie innerhalb eines Monats nach Erhalt des betreffenden Steuerbescheides Einspruch mit dem Hinweis auf das anhängige Verfahren einlegen. Ihr Fall bleibt dann bis zur Entscheidung in diesem verfahren offen. mehr
3. März 2011
Wenn Sie zu viele Steuern gezahlt haben, dann bekommen Sie diese nur zurück, wenn Sie eine Steuererklärung abgeben. Dies können Sie rückwirkend bis zum Jahr 2007 noch tun. Letzter Abgabetermin ist der 31.12.2011. Jetzt wollen einige Kläger dennoch erreichen, dass auch Jahre, die davor liegen, mehr
25. Februar 2011
Wenn die Kinder schon etwas verdienen, so kann das schnell das Kindergeld für die Eltern kosten. Bis zu einer Einkommensgrenze bleibt jedoch das Kindergeld erhalten. Es zählt jedoch nicht der Hinzuverdienst allein, sondern der Saldo nach Abzug von Werbungskosten zur Erzielung gerade dieses Einkommens. Beim Finanzgericht Saarland war jetzt ein Verfahren anhängig, in dem einem Vater von der Kindergeldkasse das Kindergeld gesperrt wurde, weil Werbungskosten der Tochter nicht anerkannt wurden. Im Einzelnen ging es um Kosten für die Kontoführung, Berufskleidung und Reinigung der in der Ausbildung befindlichen Tochter. Die Familienkasse verlor den Rechtsstreit und musste das Kindergeld wieder gewähren. mehr
14. Januar 2011
Wenn Sie nach Erhalt ihres Steuerbescheides eine Erstattung vom Finanzamt bekommen und auch noch Zinsen darauf erhalten, so sind diese Zinseinnahmen steuerfrei. Sie zählen nicht zu den steuerpflichtigen Kapitaleinnahmen. Das hat jetzt der Bundesfinanzhof jetzt entschieden. Zinsen auf Erstattungen erhält man, wenn das Jahr, für das die Einkommensteuer erstattet wird, mehr als fünfzehn Monate zurück liegt. Für jeden weiteren Monat erhält man 0,5% pro Monat. Wenn Sie Steuerbescheide haben, in denen Sie die entsprechenden Zinserträge versteuern sollen, so legen Sie Einspruch mit dem Hinweis auf das BFH Urteil ein. mehr
11. Januar 2011
Auch Studenten, die schon eine abgeschlossene Berufsausbildung haben, können die neuen Kosten als Werbungskosten oder Betriebsausgaben steuerlich geltend machen. Das hatte der Bundesgerichtshof schon im Jahre 2009 entschieden. Jetzt endlich haben auch die Finanzbehörden dieses Urteil des obersten Gerichtshofes anerkannt. Die Finanzämter müssen es jetzt anwenden. mehr
21. Dezember 2010
Der Bundesfinanzhof revidierte jetzt eine Entscheidung des Finanzamtes. Nach einer angekündigten Trennung im November 2000, lebten die Ehepartner noch im Dezember zusammen. Dann fuhr der Mann zur Kur. Im Januar 2001 holte er dann schließlich seine Sachen aus der gemeinsamen Wohnung und zog aus. Die Richter entschieden jetzt, dass zum 1.1.2001 noch ein gemeinsamer Haushalt bestand und demzufolge der günstigere Splittingtarif im Steuerrecht für das ganze Jahr 2001 zu gewähren sei. Der Splittingtarif rechnet sich für Paare immer dann, wenn ein Partner erheblich mehr verdient als der andere. mehr
Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand mit unseren kostenfreien NewsFeed.
Abrufe des Premium-Netzwerkes im